[Artikel] HORI ONYX für PS4 im Test

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Der japanische Peripherie-Hersteller HORI hat einen neuen PS4 Controller herausgebracht, der stark an das Design der XBOX erinnert, ohne Kabel auskommt und offiziell lizenziert ist. Grund genug, ein Exemplar einem Test zu unterziehen, obschon er noch nicht auf der Homepage des Herstellers zu finden ist. Alle folgenden Angaben sind so objektiv wie möglich, aber vor dem Kauf solltet ihr den ONYX mal in die Hand nehmen, da Spielerhände sehr verschieden sind.

Lieferumfang
Die Verpackung ist schlicht gehalten und recht klein. Das Öffnen fällt sehr leicht, da nur ein Aufkleber über der Lasche klebt. Zum Vorschein kommt eine Pappbox, die den Controller in einer Plastiktüte sowie eine Anleitung beinhaltet. Ein Kabel liegt nicht bei, stattdessen verweist die Anleitung auf das mitgelieferte der Playstation oder einen Neukauf. Beim Preis von 55€ hätte ich eigentlich ein Micro-USB Kabel erwartet. Der Hersteller gibt eine Ladezeit von zwei Stunden an, ich musste zur ersten Ladung knapp 30 Minuten ans Netzteil, bis die LED auf der Oberseite erloschen ist. Dies bedeutet, dass der Ladevorgang abgeschlossen wurde. Währenddessen pulsiert die LED weiß vor sich hin.

Aussehen
Das Design spricht erstmal für sich. Man mag es oder eben nicht. Der dezentrale linke Analogstick fällt natürlich direkt ins Auge. In meinem Fall keine Neuerung für mein Spielgefühl, da ich einen Nacon PRO Controller verwende, dessen Stick ebenfalls nicht mittig angebracht ist. Das Touchpad hat eine normale Größe. Direkt darunter befinden sich SHARE-, OPTIONS- und PS-Taste samt HORI Logo. Etwas unterhalb zeigt sich eine LED.

Das Design wurde so gestaltet, dass die L- und R-Tasten beim Hinlegen nicht aufliegen, sondern von einem kleinen Rahmen geschützt werden. Punkt für den HORI ONYX.

Haptik
Der Onyx fasst sich gut an. An der Unterseite der Griffe ist das Material leicht geriffelt, sodass man einen richtig guten Halt hat. Der Widerstand der Analogsticks wurde sehr gut eingestellt. Das Zielen geht gut von der Hand. Selbst hektisch konnte ich präzise steuern (Horizon Zero Dawn). Das D-PAD reagiert bei gutem Druckpunkt sehr direkt. Alle anderen Tasten der Vorderseite stehen verhältnismäßig weit hoch, was sich während des Gameplays aber nicht als negativ herausgestellt hat. Die Kreis-Taste liegt ein wenig seitlich herunter. Zunächst war ich skeptisch, ob das bei der Steuerung hinhaut, aber auch hier keine Fehler und ein top Druckpunkt.

Einzig das Touchpad macht einen wackeligen Eindruck, weil auch dieses weit nach oben ragt. Zur Betätigung muss der Spieler ziemlich tief drücken, was sich leider nicht wertig anfühlt und irgendwie auch nicht zum Rest des Eindrucks passt. Bei den L- und R-Tasten kann ich nichts beanstanden. Lage und Druckpunkt gefallen. Es knarzt nichts.

Überraschend niedrig fällt das Gewicht aus, was die Wertigkeit negativ beeinflusst.

Koppeln und Zocken
Obschon offiziell lizenziert, der ONYX kann z.B. kabellos zum Einschalten der PS4 verwendet werden, muss das Koppeln manuell über die Bluetooth-Einstellungen geschehen. Dazu wird der Controller in den Pairing-Modus versetzt, das steht in der Anleitung, und dann von der Konsole erkannt, nachdem er ausgewählt und bestätigt wurde. Es muss also Peripherie vorhanden sein, um die Neue anschließen zu können. Per Kabel, wie beim Originalzubehör, kann man keine Verbindung etablieren. Das klingt ein wenig nach der Henne-Ei-Frage und ist für mich der einzige wirkliche Kritikpunkt, da der ONYX so nicht als alleiniges Eingabegerät verwendet werden kann.

Ist das aber endlich erledigt, hat man sofort Spaß. Für meinen Test habe ich Horizon Zero Dawn, Need For Speed Payback, Assassin’s Creed Origins und Street Fighter V gespielt und wurde nur vom Akku gestoppt. Es konnten keine Eingabeverzögerungen festgestellt werden. Interferenzen mit anderer Bluetooth-Peripherie sind ebenfalls nicht aufgetreten.

Fazit
HORI gibt sechs Stunden Spielzeit mit einer Akkuladung an, die erreicht werden konnten. Auch die zwei Stunden Ladezeit bis 100% passen. Ich bin vom ONYX überzeugt und freue mich auf kommende Spielstunden. Fans der Microsoft-Controller-Haptik werden nicht enttäuscht. (Ich zähle mich dazu.)

Für 55€ könnt ihr ab sofort im Handel einen soliden und gut verarbeiteten Controller japanischer Abstammung erwerben, der sich für das Design bei der Konkurrenz angelehnt hat, aber dennoch keine plumpe Kopie ist.

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