[Review] ATOMIK: RunGunJumpGun (Switch)

Kaum ein Videospiel hat einen passenderen Titel als ATOMIK: RunGunJumpGun. Wir haben den knapp 400MB großen 2D-Action-Platformer gestestet. Ob und für wen das 7,99€ teure Spiel zu empfehlen ist, erfahrt ihr im Folgenden.

Wie erwähnt, beschreibt der Titel bereits recht prägnant, worum es geht bzw. was der Spieler zu tun hat. Ihr spielt einen Kerl mit Minigun, der automatisch rennt. Ihr seid dafür da, euren Gefährten durch die Level zu manövrieren. Dabei nutzt ihr einen Knopf zum Fliegen, dabei wird nach unten geballert, und einen zum Schießen nach vorne.

Diese Aufgabe ist alles andere als einfach, da auch noch kleine Kugeln eingesammelt werden müssen, um eine Stage komplett zu beenden. Die ersten paar Level dienen ein wenig als Tutorial und dann geht die Party los. Abgründe müssen überwunden und Sperren zerschossen werden. Klingt einfach, verlangt euch aber, wegen der hohen Spielgeschwindigkeit, einiges an Skill ab. Mit super Reflexen gilt es, teils im Flug, ohne dann abzustürzen, Hindernisse wegzuballern. Dabei werden Fehltritte bzw. Fehler hart bestraft. Beim zweiten Hit beginnt der Protagonist wieder am Checkpoint aka Start des Abschnittes.

ATOMIK: RunGunJumpGun ist ein Spiel, bei dem man zwei Knöpfe, immer abhängig von der Position, meistern muss. Von Start “A” nach Ende “B” kann es ein langer und schwieriger Weg sein, obschon die Level immer kurz sind.

Die erwähnten kleinen Kugeln sind Atomiks, die auf der Ideallinie der Level verteilt sind. Diese zu ergattern klingt aber auch wieder leichter, als es sich dann im Spiel darstellt. Sammelt ihr genug, werden neue Welten freigeschaltet. Davon existieren drei, die sich auf über 120 einzelne Stages verteilen.

Die Steuerung an sich ist mit zwei Knöpfen sehr einfach. Ihr zockt lediglich mit den Schultertasten. Verzögerung existiert keine, der schnelle Wechsel wird umgehend übertragen, was flotte Manöver erlaubt.

ATOMIK: RunGunJumpGun lebt von Trial-and-Error. Die zwei Trefferpunkte, die man besitzt, verzeihen eine falsche Route oder zu langsame Reaktion und beim zweiten Fehltritt beginnt das Level von vorne. Die Physik des Fliegens zeigt sich recht hart, aber an keiner Stelle unfair. Ist euch ein Level zu schwer, können kostbare Atomiks ausgegeben werden, um dieses zu überspringen. Das sollte man sich aber immer gut überlegen.

Die Präsentation des Spiels ist fast schon monochrom gehalten. Dies zeigt sich in dunklen Hintergründen und lebendigen Umgebungen. Ob zu viel oder zu wenig des Guten, muss dann jeder für sich entscheiden. Als Kind der alten Gamerschule hat mir das Design gefallen. Das muss aber längst nicht auf jeden zutreffen.

Der Soundtrack ist eine Mischung aus Techno, Dub und Noise. Diese Genres wurden gemixt und in das Spielgeschehen eingebaut. Dabei entfalten sie sich teils explosionsartig. Grundlegend passt diese Untermalung recht gut in das Gesamtkonzept, wenn es mir persönlich nicht so gut gefallen hat. Nach einer Weile wird es wirklich etwas nervig.

Die intuitiven Bedienelemente werden von praktischen Tutorials ergänzt, sodass der Spieler grundlegend ohne Probleme durch die Level gleiten kann. Nur die steigende Schwierigkeit steht euch noch im Weg. Diese wiederum wird über eine vielseitige Auswahl an NPCs, wenn ich es mal so nenne, unterstützt. Flammenwerfer, Kettensägenblätter und vieles mehr erschweren euch den Weg ans Ende und vor allem die bereits genannte Ideallinie, um Atomiks zu sammeln.

Fazit
ATOMIK: RunGunJumpGun sticht durch seinen verrückten Soundtrack und sein interessantes Leveldesign aus der Reihe an verfügbaren Auto-Runner-Platformern heraus. Das schnelle Gameplay kann frustrierend sein, aber genauso schnell kann man wieder von vorne beginnen und seine Fehler im Idealfall nicht wiederholen. Während des Tests wollte ich mehrfach aufhören, aber dann kommt dieser Gamer-Gedanke: “One last try!”. Wie man sich denken kann, ist es so gut wie nie bei dem einen Versuch geblieben. Über 120 Level muss man dann erstmal schaffen. Über den Umfang des Games kann man sich also definitiv nicht beschweren. Da passt das Preis-Leistungs-Verhältnis.

ATOMIK: RunGunJumpGun ist eine Kaufempfehlung für Fans des Genres sowie schweren Stages samt unzähliger Neustarts, alle anderen sollten sich erstmal bei Youtube schlau machen oder mein Review lesen. 🙂

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ATOMIK: RunGunJumpGun

7,99€
ATOMIK: RunGunJumpGun
8.3

Grafik

7.5/10

Sound

7.0/10

Gameplay

8.5/10

Umfang

10.0/10

Spielspaß

8.5/10

Pros

  • Schnelles Gameplay
  • Schicke Retro-Grafiken
  • Hoher Suchtfaktor: "One last Try!"

Cons

  • Relativ hoher Schwierigkeitsgrad
  • Teils nervige Musik

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