Dragon Ball FighterZ: Anime-Prügler im Test

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Minutenlange Schreie, muskelbepackte Kämpfer und epische Schlachten. Dragon Ball und Dragon Ball Z gehören zu den Lieblingsserien meiner Kindheit. Ich habe mehr als einmal versucht, selbst ein Kamehame Ha zu feuern. Als großer Dragon Ball Fan habe ich natürlich auch viele der Spiele gespielt. Weshalb ich mir nicht nehmen lassen habe, mit Dragon Ball FighterZ in den Ring zu steigen.

Präsentation:

Dragon Ball FighterZ hat mich bei der Ankündigung besonders durch seine Optik beeindruckt. Der Entwickler Arc System Works hat sich für eine 2,5D Grafik entschieden, bei der 3d-Modelle auf einer 2D-Ebene dargestellt werden. Diese Perspektive, gepaart mit der Cell-Shading Optik, sorgt dafür, dass das Spiel auf den ersten Blick wie eine Folge der Serie aussieht. Doch der Aufwand, den die Entwickler in die Präsentation gesteckt haben, geht noch weiter. Alle Charaktere werden von Ihren japanischen sowie englischen Synchronsprechern vertont (leider keine deutsche Synchronisation) und alle Attacken stammen entweder aus dem Manga, dem Anime oder anderen bekannten Dragon Ball-Spielen. Die Animationen sind tatsächlich so gut, dass beim direkten Vergleich mit dem Quell-Material kein Unterschied zu erkennen ist.

Besonders die Dramatic Finisher und Destructive Finisher stechen heraus. Wenn Ihr einen Gegner mit einer harten Attacke kilometerweit weggeschleudert habt oder mit eurem Super-Angriff den Planeten zerstört, schlägt das Fanboy-Herz höher. Dragon Ball FighterZ ist purer Fanservice und bekommt deshalb von mir absolute Bestnoten für die Präsentation.

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Gameplay:

Dragon Ball FighterZ ist ein teambasiertes Kampfspiel, bei dem ihr drei gegen drei Kämpfe bestreitet. Euer Team könnt ihr aus einer Auswahl von Helden und Schurken aus Dragon Ball Z und Dragon Ball Super frei zusammenstellen, wobei ihr immer nur einen Charakter aktiv steuert und die anderen beiden durch einen Tastendruck um Unterstützung bittet oder als aktive Kämpfer ins Gefecht schickt.

Viele Spiele schreiben sich das Motto “leicht zu lernen, schwer zu meistern” auf die Fahne, ohne es konsequent umzusetzen. Bei Dragon Ball FighterZ ist es jedoch das erste Mal, wo es korrekt umgesetzt wurde. Alle Charaktere können mit wiederholtem Drücken der leichten, mittleren und schweren Angriffstaste Auto-Combos ausführen und die Super-Attacken werden mit Halbkreis-Bewegungen gezündet. Diese Eingabe sollte vor allem Street-Fighter Spielern bekannt vorkommen. Dadurch können Kampfspiel-Neulinge cool aussehende Attacken aneinanderreihen und der Wechsel zwischen verschiedenen Charakteren fällt einfach. Wer jetzt befürchtet, dass das Spiel zu simpel ist, kann beruhigt aufatmen. Neben den Auto-Combos gibt es eine ganze Menge an fortgeschrittenen Techniken und Kombinationen, die genug Tiefe für ambitionierte Spieler bieten und in der Regel den Auto-Combos überlegen sind. Um dieses Level zu erreichen, stehen umfangreiche Tutorials und Combo-Herausforderungen zur Verfügung.

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Umfang:

Arc System Works ist bekannt dafür, viele Modi in seine Kampfspiele zu integrieren. Dragon Ball FighterZ ist keine Ausnahme und wird euch lange an den Bildschirm fesseln. Das Spiel enthält eine Auswahl an verschiedenen Online- und Offline-Multiplayer-Modi, einen Trainings-Modus, einen Arcade-Modus und eine Story-Kampagne.

All diese Modi erreicht ihr über eine Online-Lobby, in der Ihr als Chibi-Kämpfer mit anderen Spielern unterwegs seit.

Story:

Die Story-Kampagne dreht sich um die Wiederkehr von Cyborg 16 und den neuen Charakter Cyborg 21. Statt zum x-ten Mal die Geschichte der Serie nachzuspielen, die ich als Mega-Fan natürlich in und auswendig kenne, erzählt das Spiel eine ganz eigene Geschichte mit einem interessanten Twist. Der Spieler am Gamepad ist Teil der Story und beherbergt die Körper der berühmten Dragon Ball Charaktere. Dieser Aspekt wird clever dazu genutzt, um euch Einblicke in die Charaktere zu verschaffen und Spielmechaniken zu erklären.

Während der Abschnitte der Kampagne bewegt Ihr euch auf verschiedenen, Brettspiel-ähnlichen Spielfeldern. Ihr habt eine beschränkte Anzahl an Zügen, um den Boss der Karte zu besiegen und die Geschichte voranzutreiben. Es macht jedoch Sinn, die verstreuten optionalen Kämpfe zu absolvieren. Hier könnt ihr weitere Charaktere für euer Team rekrutieren und diese wie in einem Rollenspiel verbessern. Zusätzlich erhaltet Ihr extra Fähigkeiten, die etwa die verdiente Erfahrung erhöhen oder die Lebenspunkte nach einem Sieg wiederherstellen. Die optionalen Kämpfe gegen immer gleiche Gegner werden leider schnell eintönig. Je nach eurer Team-Zusammenstellung sorgen die lustigen Interaktionen zwischen euren Kämpfern trotzdem für Abwechslung.

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Arcade-Modus:

Im Arcade-Modus kämpft ihr euch durch verschiedene Kurse, wobei eure Leistung gleichzeitig auch eure nächsten Gegner bestimmt. Das bedeutet, je besser ihr euch anstellt, um so härter wird euer nächster Kampf. Nach jedem Kampf erhaltet ihr eine Bewertung von D bis S und eure Zeit wird festgehalten. Besonders Highscore-Jäger werden sich in diesem Modus wohlfühlen. Zusätzlich schaltet ihr im Arcade-Modus die stärksten Formen von Vegeta und Son Goku als weitere Charaktere frei. Vorbesteller haben die beiden Charakter zum Release erhalten.

Technik:

Arc System Works hat mit Dragon Ball FighterZ ein technisch solides Kampfspiel mit 60 FPS abgeliefert. Die Framerate ist jedoch nicht direkt erkennbar, da die Animationen etwas abgehackt wirken. Hierbei handelt es sich um eine bewusste Entscheidung der Entwickler, die den Animationsstil der Serie wiederspiegeln soll. Negativ ist mir nur aufgefallen, dass das Matchmaking sehr lange dauert. Diese Wartezeit ist teilweise sehr frustrierend und kann einem den Spaß an Online-Matches schnell verderben. Hier ist zu hoffen, dass die Entwickler schnell nachbessern können.

Fazit:

Mit Dragon Ball FighterZ hat sich Arc System Works einen schwierigen Balanceakt vorgenommen. Das Spiel sollte die Dragon Ball Fanbase zufriedenstellen und eSports tauglich sein. In meinen Augen ist Dragon Ball FighterZ eines der besten Dragon Ball Spiele. Zusätzlich ist es ein richtig gutes Kampfspiel. Fans der Serie können bedenkenlos zugreifen und Kampfspiel Fans sollten dem Spiel zumindest eine Chance geben.

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*Lootboxen:

Dragon Ball Fighterz enthält Lootboxen, über die kosmetische Items für die Lobby und Farben für eure Charaktere freigeschaltet werden können. Diese kauft man mit einer Ingame-Währung, die durch Gameplay verdient wird. Ein Kauf mit echtem Geld ist nicht möglich. Sollte sich das in naher Zukunft ändern, werde ich das in meinem Review berücksichtigen.

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Dragon Ball FighterZ

9.1

Grafik

10.0/10

Sound

10.0/10

Gameplay

8.5/10

Umfang

8.0/10

Spielspaß

9.0/10

Pros

  • fantastische Präsentation
  • gute Steuerung
  • neue Geschichte

Cons

  • Lobby-Menü
  • langes Matchmaking

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