[Review] Cosmic Star Heroine

Cosmic Star Heroine

Spiele wie Chrono Trigger erfreuen sich auch noch heute großer Beliebtheit. Die pixelige Grafik, spannende Story und liebevolle Charakter bezaubern Jung und Alt gleichermaßen. Cosmic Star Heroine, von Zeboyd Games, versucht genau diesen Zeitgeist aufzufassen und wiederzugeben. 2017 kam das Spiel für PlayStation 4 und PC raus und bekam durchwegs gute Kritik. In diesem Jahr wurde Cosmic Star Heroine für die Nintendo Switch veröffentlicht. Wir haben das zum Anlass genommen, um einen genauen Blick auf das Spiel zu werfen.

Eine Intrige

Die Protagonistin Alyssa L’Salle ist ein Top Mitglieder der Agency for Peace and Intelligence (kurz API). Sie wird von ihrem Auftraggeber auf verschiedene Missionen geschickt um den Frieden in der Galaxy zu bewahren.

Cosmic Star Heroine

Alyssa L’Salle

Eines Tages müssen Alyssa und zwei weitere Kollegen auf einen naturbelassenen Planeten bestimmte Gegenstände finden. Die Gruppe besteht aus der Agentin Chahn Kaneko die die Kunst der Gunmancy beherrscht. Damit kann sie Pistolen nur mit ihren Gedanken steuern und lenken. Der dritte im Bunde ist Dave, der Hacker der API.

Als das Team in eine verlassene Fabrik kommt, werden sie von einem riesigen Monster angegriffen. Nachdem die Agenten diese Gefahr abgewehrt haben, setzen sie ihre Suche in dem Gelände fort. In einem kleinen Raum wird das Team schlussendlich fündig, sie bergen das Gerät und wollen die Heimreise antreten. Doch plötzlich werden sie von dem selben Monster wie zuerst angegriffen. Alyssa stellt fest, dass ein Roboter auf den Kopf des Monsters sitzt und ihn steuert.

Cosmic Star Heroine

Das Monster

Nach dem gewonnen Kampf, erkennt Dave, dass es sich hierbei um willensbeeinflussende Roboter handelt und das das Gerät, welches sie zur API bringen sollen, genau dieselben Eigenschaften hat.

Als das Team zur API zurückkommt, wollen sie den Boss der Agentur mit diesen Fakten konfrontieren. Bevor sie das aber können, belauschen sie ein Gespräch wo sich herausstellt, dass die API nicht nur gute Taten im Sinn hat.

Cosmic Star Heroine

Der Boss der API

Mit diesem Wissen beschließen die drei Agenten, ihren Arbeitgeber mit den Geräten zu verlassen. Natürlich läuft das nicht nach Plan und Alyssa wird zur Zielscheibe der Agentur. Nun setzten die Protagonisten alles daran, die Pläne von API zu verhindern und die Sicherheit der Galaxy zu wahren.

Zufallskämpfe? Nicht bei diesem Spiel

In Cosmic Star Heroine gibt es keine Zufallskämpfe. In einem Areal sind immer alle Gegner ersichtlich, sodass man von ungeliebten Überraschungen fern bleibt. Hat man in einem bestimmten Gebiet alle Feinde besiegt, kommen diese auch nicht wieder nach. Natürlich bietet so ein klassisches JRPG auch die Möglichkeit zum Grinden an. Dafür genügt es das Menü zu öffnen und den Punkt „Battle“ anzuklicken. Dadurch wird immer wieder ein Kampf in dem derzeitigen Areal getriggert. Die Gegner die erscheinen, sind etwas stärker als zu Beginn. Sollten euch aber die Gegner zu stark werden, könnt ihr jeder Zeit den Schwierigkeitsgrad im Menü anpassen. Dadurch kommen auch keine Frustmomente bei Cosmic Star Heroine auf.

Cosmic Star Heroine

Die Gegner sind immer ersichtlich

Das Kampfsystem unterscheidet sich von den klassischen Elementen á la Chrono Trigger, denn das System verzichtet komplett auf Magie- oder Talentpunkte. Jeder Charakter hat bestimmte Fähigkeiten, diese kann er einmal einsetzen und dann nicht mehr. Erst wenn das Teammitglied eine Runde pausiert, werden die Fähigkeiten wieder aufgeladen und man kann sie wieder einsetzen.

Ein weiterer interessanter Faktor ist die Style Anzeige. Je höher diese ist, desto mehr Schaden machen die Kameraden. So bringt es enorme Vorteile, wenn man zuerst mit schwachen Angriffen seinen Style auflädt und dann die stärkeren Fähigkeiten mit hohen Style auslöst. Aber Vorsicht ist geboten, denn je länger der Kampf dauert, desto höher wird auch der Kampfstyle der Gegner.

Cosmic Star Heroine

Die Kämpfe sind fordernd aber niemals unfair

Einen klassischen Item Einsatz gibt es auch nicht. Die Charaktere teilen sich einen Itempool, welcher aus bis zu zehn verschiedenen Gegenständen besteht. So kann man bei dem Spiel keine 99 Heiltränke kaufen, sondern man hat einen für vier Charaktere zur Verfügung. Hat man einen Gegenstand verwendet, lädt er sich nach dem Kampf wieder auf und kann für die nächste Feindbegegnung wiederverwendet werden. Diese Item‘s findet man auf der ganzen Welt, so ist extrem wichtig, dass man ein neues Areal gewissenhaft untersucht, damit man keinen neuen Gegenstand vergisst.

Ein interessantes Feature ist, dass man den Tod eines Charakters umgehen kann. Mit genug gesammelten Style können die Helden negative Lebenspunkte bekommen. Dadurch besteht die Möglichkeit, den Charakter vor dem Tod durch eine gezielte Heilung zu retten. Schafft man das in der aktuellen Runde nicht, stirbt der Charakter und kann nur durch Wiederbelebung in den Kampf zurückkehren.

Durch die verschiedenen Möglichkeiten bietet Cosmic Star Heroine viele taktische und dynamische Kämpfe.

Die Qual der Wahl

Es gibt insgesamt zehn spielbare Charaktere die sich komplett unterschiedlich spielen. Man kann immer nur vier Kameraden mit in den Kampf nehmen. So sollte mit Bedacht gewählt werden wer mit einem in die Schlacht zieht. So gibt es klassische Rollenverteilung wie Tank, Supporter, Schadenseinheiten und Healer.

Das schöne an der Charakterauswahl ist, dass jeder einzigartig ist. So spielt sich der Kopfgeldjäger Z’xorv komplett anders als der Hacker Dave. Dave ist darauf spezialisiert Gegner zu Hacken und die Umgebung zu seinen Nutzen zu machen. Z’xorv kann mit seinen starken Klauen in kurzer Zeit enorm viel Schaden anrichten.

Cosmic Star Heroine

Z’xorv

Da wird manche Erinnerung wach

Cosmic Star Heroine besticht mit seiner charmanten 16-Bit Grafik. Man fühlt sich wie in den 90ern, wo man sich Nächte mit Chrono Trigger um die Ohren geschlagen hat. Der Einfluss von dem Spiel spiegelt sich in Cosmic Star Heroine wieder. Es gibt einen Bereich, wo Alyssa auf einen Jahrmarkt ist und verschiedene Spiele absolvieren und Preise gewinnen kann. Wer schon einmal Chrono Trigger gespielt hat, wird sich an den Anfangsbereich erinnern. Dort kommt der Protagonist auch zu einem Jahrmarkt und kann so manches erleben. Solch ähnliche Anspielung auf verschiedene Titel kann man im gesamten Spiel erleben.

Auch gibt es Nebenaufgaben die bestritten werden wollen. So müsst ihr in den Slums alle Ratten vertreiben und könnt so ein besonderes Item von einem Punk bekommen. Die Nebenquest unterscheiden sich, dadurch wird es nicht zu einer lästigen Qual diese zu erfüllen.

Je nach Schwierigkeitsgrad und Spielgeschwindigkeit hat man nach ca. zwanzig Stunden den Abspann erreicht. Unglücklicherweise gibt es kein New Game Plus oder andere Motivationen das Spiel zu wiederholen.

Fazit

Cosmic Star Heroine ist eine Hommage an die klassischen JRPG‘s der 90er. Das Kampfsystem macht Spaß, denn durch die verschiedenen Möglichkeiten bekommt man eine taktische Tiefe in das Spiel. Durch die fehlenden Magie- und Talentpunkte, muss mit den Fähigkeiten viel bedachter umgegangen werden. Erst durch das Aussetzen einer Runde, bekommt man wieder die Möglichkeit die Fähigkeit einzusetzen.

Das Itempoolsystem ist eine spannende Neuerung. Am Anfang hat es mich noch genervt, dass ich die Items mit allen Mitgliedern teilen musste, aber nach einer gewissen Zeit hat es mir gefallen. So bekommen Items, eine viel höhere Bedeutung im Spiel. Man ist darauf angewiesen alle Gegenstände zu finden, denn diese gibt es nur einmal.

Der Faktor, dass es keine Zufallskämpfe gibt, macht das Spiel flüssig und durchgängig. Man kann selber durch die Funktion „Battle“ entscheiden wann man grinden möchte und wann nicht.

Die Spielzeit von etwa zwanzig Stunden ist kurz und eine Langzeitmotivation gibt es nicht. Die Nebenquests sind zwar allesamt unterschiedlich, aber meist so kurz, dass sie nicht in Erinnerung bleiben.

Cosmic Star Heroine wird jedem eine Freude bereiten, der gerne klassische JRPG’s gespielt hat. Mit spannenden Neuerungen und einen gut gelungen Kampfsystem ist das Spiel auf jeden Fall empfehlenswert. Nur etwas länger hätte der Spielspaß doch dauern dürfen.

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8

Grafik

8.0/10

Sound

8.0/10

Gameplay

8.5/10

Umfang

6.5/10

Spielspaß

9.0/10

Pros

  • Klassisches JRPG
  • Kampfsystem macht Spaß
  • Keine Zufallskämpfe
  • Charaktere sind alle einzigartig

Cons

  • Kurze Spielzeit
  • Keine Langzeitmotivation

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