[Review] Remothered: Tormented Fathers

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Die PC-Portierung von Remothered: Tormented Fathers von Stormind Games erscheint heute für PS4 und Xbox One und möchte sich in die Riege der psychologischen Horrorspiele einreihen. Ob das gelingt, klären wir in unserem Test des Schockers auf der Playstation 4 Pro.

Remothered: Tormented Fathers bedient sich einiger Klischees. Da gibt es ein altes Herrenhaus, bewohnt von ein paar dubiosen Charakteren und dazu noch unsere hilflose Protagonistin. Wie gesagt, das ist zwar alles nichts Neues, dafür aber schon seit vielen Jahren das Rezept für einige erfolgreiche Vertreter des Horror-Genres.
In Remothered: Tormented Fathers schlüpft man in die Rolle von Rosemary Reed und begibt sich auf die Suche nach einem verschwundenen Mädchen namens Celeste. Die Ermittlungen führen sie zum Herrenhaus der Feltons. Zunächst lernt man die wortkarge Haushälterin Gloria kennen, die nicht gerade erfreut ist über Rosemarys Besuch. Schließlich gelangt man trotzdem ins Anwesen und macht auch schon bald Bekanntschaft mit Dr. Felton, dem Adoptivvater des vermissten Mädchens. Dieser durchschaut jedoch schnell Rosemarys Lügen, die sich als Ärztin ausgibt und erkennt ihre wahren Absichten. Das war es das dann auch schon mit Feltons Gastfreundschaft und fortan schleicht man sich auf der Suche nach Hinweisen zum Verbleib des Mädchens durch das große Haus. Wie sich bald herausstellen soll, ist Dr. Felton gar nicht so gebrechlich, wie es zunächst den Anschein hatte und so richtig bei Verstand scheint er auch nicht mehr zu sein. So ist man also nun im Herrenhaus gefangen und muss versuchen, zu entkommen – jedoch nicht, ohne vorher das Geheimnis um Celeste zu lüften.

Remothered Tormented Fathers

Bei Remothered: Tormented Fathers handelt es sich um ein Action-Adventure aus der 3rd-Person-Perspektive. Dabei besteht die Action allerdings nicht aus Ballerorgien, die Protagonistin ist nämlich unbewaffnet. Nur kleine Messer sind überall verstreut zu finden, um den Fängen des durchgeknallten Alten einmalig zu entkommen, sollte dieser uns wieder mal entdeckt und eingefangen haben. Während man also nach Hinweisen zu dem verschwundenen Mädchen sucht, wird man zunächst nur von Dr. Felton durch sein Herrenhaus gejagt. Dabei gibt es auch noch diverse Hilfsmittel, wie  beispielsweise zerbrechliche Objekte, die geworfen werden können, um den Gegner in eine andere Richtung zu lenken. Wird man trotzdem erwischt, kann man den Angreifer mit besagten Messern in einem QuickTime-Event abschütteln – besiegen kann man ihn jedoch nicht. Im späteren Verlauf des Spiels kommen zudem noch weitere Gefahren zum spärlich bekleideten Dr. Felton hinzu.

Remothered Tormented Fathers

Die Geräusche im Spiel sind sowohl Freund, als auch Feind. Zum einen machen die Verfolger selbst Geräusche oder reden mit uns oder auch sich selbst, und so kann man erahnen, wo diese sich gerade befinden. Andererseits locken die Geräusche, die man als Spieler macht, natürlich auch die Gegner an und so sollte man es sich gut überlegen, ob man gehen, schleichen oder gar rennen will. Außerdem sollte man sich die Standorte der Verstecke, wie zum Beispiel Kleiderschränke, gut einprägen, um im Fall der Fälle schnell abtauchen zu können.

Remothered Tormented Fathers

Das A und O bei Horrorspielen ist natürlich die Atmosphäre und diese ist bei Remothered: Tormented Fathers äußerst beklemmend. Ständig hört man seinen Widersacher aus der Ferne (oder auch Nähe) und kommt nie so richtig zur Ruhe. Und dabei gibt es einiges zu tun und zu entdecken. Die dramatische Story entfaltet sich nach und nach nur, wenn man bestimmte Aktionen ausführt oder Gegenstände findet und an richtiger Stelle einsetzt.

Grafisch ist Remothered: Tormented Fathers guter Durchschnitt. Durch das größtenteils dunkle Setting des Herrenhauses, in dem das komplette Spiel stattfindet, verschwindet so manches Teil eh im Schatten. Jedoch ist das, was man zu sehen bekommt, durchaus ansehnlich. Der Sound unterstützt, wie bereits erwähnt, das Spielgeschehen und auch die Musik passt sehr gut dazu. Die Sprachausgabe ist englisch mit deutschen Untertiteln.

Remothered Tormented Fathers

Fazit
Remothered: Tormented Fathers ist ein durchaus gelungenes “Hide-and-Seek” Horrorspiel. Die Atmosphäre ist stimmig und die Story ausladend. So manchem könnte das ständige Weglaufen und Verstecken vielleicht irgendwann auf die Nerven gehen, aber hat man es gemeistert, wird man mit einer interessant erzählten Geschichte belohnt.

Remothered: Tormented Fathers

7.5

Grafik

7.0/10

Sound

8.0/10

Gameplay

7.5/10

Umfang

8.0/10

Spielspaß

7.0/10

Pros

  • Sehr beklemmend
  • Spannende Story
  • Tolle Soundkulisse
  • Schöner Soundtrack

Cons

  • Repetitives Gameplay

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