Creative Stage Air Test

[Test] Creative Stage Air

Mit der Stage Air präsentiert Creative eine Soundbar die sich als günstige, aber auch recht flexible Soundquelle anbietet. Zumindest sieht es auf dem Papier danach aus. Um das Ganze in der Praxis auf Herz und Nieren zu testen hat uns Creative freundlicherweise ein Testgerät zur Verfügung gestellt.

Lieferumfang

  • Creative Stage Air
  • Micro USB-Kabel
  • 3,5mm Stereo-auf-Stereokabel
  • Kurzanleitung
  • Informationsblatt zur Garantie

Technische Daten auf der Herstellerseite

Creative Stage Air

Design & Verarbeitung

Bei der Stage Air setzt Creative quasi auf eine Mischung aus klassischem Bluetooth Lautsprecher und einer Soundbar. Von Ersterem gibt es Konnektivität und von Letzterem das Design und den Aufbau. Die Maße betragen 410 x 78 x 70 mm. Dadurch eignet sich die Soundbar optimal für die Nutzung „Under-Monitor“, kann aber theoretisch auch als flexibles Outdoor-Zubehör eingesetzt werden.

Die Front der Stage Air ist mit einem metallenen Lautsprechergitter bedeckt, das Gehäuse besteht aus einem schwarzen Hochglanzkunststoff. Insgesamt macht die Verarbeitung einen guten Eindruck. Die Hochglanzfläche birgt natürlich die Gefahr, recht schnell mit Mikrokratzern übersät zu sein, was dem flexiblen Charakter eines Bluetooth-Lautsprechers natürlich etwas entgegensteht.

Creative Stage Air

 

Ausstattung & Leistung

Die Stage Air besitzt laut Creative eine Leistung von 20 Watt, aufgeteilt auf zwei Treiber mit je 10 Watt. Das klingt im ersten Moment nicht viel, ist aber absolut in Ordnung für ein solch kompaktes Modell. Die Treiber sitzen jeweils links und rechts am Rand. In der Mitte findet eine Passivmembran platz, die laut Herstellerangabe, übergroß ist. Diese recht allgemeine und relative Aussage lasse ich jetzt mal so stehen.

 

Bedient wird die Soundbar über vier Tasten, die am rechten Rand des Gehäuses untergebracht sind. Die Tasten sind relativ groß und gummiert, allerdings blind nicht immer ganz so leicht zu unterscheiden, bei regelmäßiger Nutzung hat man aber die Anordnung im Kopf. Grundsätzlich gab es also keine größeren Probleme bei der Handhabung.

Creative Stage Air

Auf der Rückseite des Gehäuses findet man einen Micro-USB-Eingang, einen USB-A-Port und einen AUX-Anschluss (3,5 mm Klinke). Der Micro-USB-Eingang dient hier zur Stromversorgung der Soundbar. Creative ist dabei wohl davon ausgegangen, das man das Gerät hauptsächlich am PC nutzt, es ist nämlich kein Netzteil im Lieferumfang enthalten. Dadurch wollte man überflüssigen Kabelsalat vermeiden. Benötigt werden 5 V 2 A, entsprechende Netzteile kann man bei Bedarf problemlos kaufen. Mit dem integrierten Akku lässt sich die Stage Air bei voller Ladung bis zu 6 Stunden nutzen. Dabei macht es natürlich auch einen Unterschied, ob das Gerät man kabelgebunden oder per Bluetooth nutzt, oder ob auch ein externes USB-Gerät angeschlossen ist. An den USB-A Port könnt ihr nämlich einen USB-Stick anschließen und von diesem Musik abspielen. Voraussetzung ist allerdings, das dieser FAT32 formatiert ist und eine maximale Speichergröße von 32 GB aufweist.

 

Wie die meisten Geräte die über einen Akku verfügen, hat auch die Creative Stage Air eine Funktion zur automatischen Abschaltung, welche von Werk aus nach 10 Minuten aktiv wird. Da sich dies aber bei vielen Benutzern als recht großer Kritikpunkt herausgestellt hat, reagiert Creative entsprechend. Es ist ein Firmware-Update verfügbar, welches die Dauer bis zur automatischen Abschaltung auf 6 Stunden anhebt.

Creative Stage Air

Praxistest

Nun wollen wir aber auch endlich wissen was die Soundbar in Sachen Klang zu bieten hat die Frage ist ja hierbei auch, mit welchen Erwartungen man an ein solches Gerät herangeht. Als „kompakte Soundbar für Computer“ wird die Stage Air von Creative bezeichnet und dementsprechend bin ich auch an den Test herangegangen. An den PC angeschlossen gab es einfach einen Durchlauf typischer Alltagstätigkeiten, erst mal ohne groß nachzudenken. Hier mal ein paar Trailer auf Youtube, durch ein paar Playlists hören und das eine oder andere Spiel. Hierbei gab es keine besonderen Auffälligkeiten und die Soundbar machte ihren Job. Auch wenn man mal hier und da bei einem Song die Lautstärke anhob, war der Sound echt in Ordnung.

Dann ging es ans Eingemachte und mit Shadow of the Tomb Raider und Pathfinder: Kingmaker wurden zwei Titel angespielt und beim Sound etwas genauer hingehört. Dazu wurde noch der Film Mortal Engines auf Blu-ray geschaut. Das machte durchaus Spaß, was da aus dem relativ kleinen Riegel herauskam. Natürlich darf man kein bombastisches Heimkino-Feeling erwarten, aber ich denke, das sollte mittlerweile klargestellt sein. Trotzdem bekommt man hier einen recht vollen Sound mit klaren Höhen und auch einem soliden Bass. Trotz der kompakten Bauweise Schaffen es die beiden Treiber in Kombination mit der Passivmembran ein gefälliges Klangbild zu erschaffen das sich als Allround-Lösung auf dem Schreibtisch sehr gut präsentiert. Auch die geleistet Maximallautstärke geht für ein Gerät dieser Größe absolut in Ordnung.

Creative Stage Air Review

Fazit

Die Stage Air von Creative hat echt überrascht. Die Soundbar ist klanglich ein ordentliches Update gegenüber integrierten Monitor- oder Notebooklautsprechern. Sie bietet sich überall da an wo beschränkte Platzverhältnisse herrschen oder man nicht für jeden Einsatz direkt umfangreiches Equipment an den Start bringen möchte. Da die UVP von 49,99€ scheinbar dauerhaft auf 39,99€ gesenkt wurde haben wir es hier mit einer recht preisgünstigen Lösung zu tun die dementsprechend auch für preisbewusste Interessenten und schmale Geldbeutel interessant ist. Dazu ist die Creative Stage Air auch flexibel als Bluetooth-Lautsprecher verwendbar, was durchaus einen zusätzlichen Pluspunkt darstellt. Auch von der Optik und Haptik hinterlässt das Gerät einen guten Eindruck, schade ist, das man kein Netzteil mitgeliefert hat.

GAMEtainment Wertungsbox Sehr Gut

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