Razer Raiju Ultimate

[Test] Razer Raiju Ultimate

In diesem Jahr hat Razer zwei neue Controller für die Raiju Serie veröffentlicht. Nachdem wir die Peripherie bereits auf der Gamescom anspielen durften, haben wir uns die beiden Schönlinge besorgt und starten mit unserem Test zum Ultimate Modell. Ob sich der Kauf des ziemlich teuren Controllers lohnt oder ob ihr lieber Abstand halten solltet, erfahrt ihr gleich hier.

Razer Raiju Ultimate

Edel verpackt

Der PC und PS4 kompatible Controller kommt in sehr schicker Verpackung daher. Auch nach dem Öffnen staunt der Käufer. Der Raiju ist zusätzlich zum Karton in einer Neoprentasche samt Reißverschluss untergebracht, in der sich noch ein alterantives D-Pad und Analogstick-Aufsätze befinden. Die Zubehörteile werden magnetisch festgehalten.

Ein geflochtenes USB-Kabel mit einer speziellen Form dient dem direkten Anschluss an PC oder PS4 und sitzt bombenfest.

Optik & Haptik

Das Design ist, typisch für Razer, schlicht und schwarz gehalten. Akzente setzen das Touchpad samt Firmenlogo sowie das Steuerkreuz in silber-schwarz. Der Ultimate liegt nahezu perfekt in der Hand und alle Tasten lassen sich gut erreichen. Das gilt besonders für die vier Sondertasten M1 bis M4. Selbst die Triggerstops (L2/R2) können ohne Umdrehen des Controllers angepasst werden.

Das Klicken der mechanischen Tasten klingt wie Musik in den Ohren, ist dabei aber nicht zu laut. Die Alutasten fühlen sich angenehm kühl an. Das ist mal was ganz anderes. Die Druckpunkte sind allesamt super.

Razer Raiju Ultimate

Top Verarbeitung

So wie der Razer Raiju Ultimate ausschaut, so fühlt er sich auch an: Super! Man möchte das gute Stück eigentlich nicht mehr weglegen, hat man einmal angefangen zu daddeln.

Unser Exemplar hat keine unterschiedlichen Spaltmaße, knarzt nicht und die magnetischen Teile wie D-Pad und Analogsticks können problemlos ausgetauscht werden. Das darf und sollte man bei einem solch hohen Preis für einen Controller durchaus verlangen und der Käufer wird nicht enttäuscht.

Konfiguration und Update(s)

Vor dem eigentlichen Einsatz lohnt sich ein Blick auf die Homepage des Herstellers. Dort lässt sich die aktuelle Firmware herunterladen, die sich via PC aufspielen lässt. Ist dies geschehen, empfiehlt es sich zudem, in der mobilen App, verfügbar für iOS und Android, Einstellungen und Profile zu checken.

Razer Raiju Ultimate

Mobile App

Der Raiju Ultimate speichert bis zu vier unterschiedliche Profile auf seinem Onboard-Speicher. Diese lassen sich per Tastendruck wechseln. Man sollte sich nur merken, welche Farbe welchem Game entspricht. In der Razer Cloud lassen sich sehr viele verschiedene Profile speichern, die per Knopfdruck in der App an den Controller übertragen werden. Das geht alles recht einfach von der Hand. Man muss wohl bei jeder neuen Verbindung mit dem Smartphone am Raiju manuell in den Kopplungsmodus wechseln. Diese Tatsache wirkt unschön und nicht gut durchdacht.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Zusätzlich zu den Profilen lassen sich beide Vibrationsmotoren und die Empfindlichkeit der Analogsticks anpassen. Mehr steht dem User leider nicht zur Verfügung. Bei Nacon dürfen wir da deutlich mehr um- bzw einstellen, was uns deutlich besser gefällt. In Summe kommt man hier aber auch ganz gut klar. Vielleicht werden ja noch Features nachgereicht.

Einsatz an Konsole & PC

Das Koppeln per Bluetooth mit der Konsole muss etwas anders als die Verbindung zum Smartphone realisiert werden. Die entsprechende Tastenkombination steht im übersichtlichen Handbuch oder einfach online.

FPS-Games solltet ihr mit dem Ultimate aber nicht über Funk zocken. Dort sind die Inputverzögerungen zu hoch. Mit Firmware 1.01, einer Beta, ist das schon besser geworden, aber leider noch nicht perfekt. Also mal abwarten.

Per Kabel hat man dieses Problem nicht. Dummerweise haben wir dann ein ganz anderes festgestellt, das wir vorher auf die Bluetooth-Verbindung geschoben hatten: Der rechte Analogstick driftet nach rechts, bewegt sich also vollkommen automatisch. Resets, Updates und Neustarts haben da nicht geholfen. Selbst eine frische Firmware vom Razer Support, der übrigens richtig schnell reagiert, konnte keinen Fix verzeichnen. Der Drift wurde zwar weniger, aber ist weiterhin so krass, dass der Razer Raiju Ultimate unbrauchbar ist, wenn man ein Game mit Unterstützung für beide Sticks spielen möchte.

Razer Raiju Ultimate

Fazit

Der Gesamteindruck ist solide, die Einstellungsmöglichkeiten im Vergleich zur Konkurrenz begrenzt und dennoch habe ich mich in den Razer Raiju Ultimate verliebt. Er liegt wunderbar in der Hand, hat ein angenehmes Gewicht, wobei dies natürlich subjektiv ist, und die mechanischen Tasten sind eine Wucht.

Leider ist der Controller in seiner momentanen Form bis hin zu Firmware 1.02 nicht mehr als ein zu teurer Briefbeschwerer, da sich der rechte Analogstick selbstständig bewegt und z.B. kein solides Aiming zulässt. Folglich können wir nur jedem Interessenten vom Kauf abraten. Gebt euer Geld lieber für Alternativen aus. GAMEtainment wird euch auf dem Laufenden halten und auch ein Update bringen, wenn der Razer Raiju Ultimate denn dann endlich sauber funktioniert.

Also: Finger weg!

Wertungsbox NichtEmpfehlenswert - [Test] Razer Raiju Ultimate

[amazon_link asins=’B07G17VFHR,B01N2H4EL0′ template=’ProductCarousel‘ store=’xnati-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’63d95518-06b7-11e9-b954-11e55f63299d‘]

Werbeanzeigen

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.