GSX 1200 PRO

[Test] Sennheiser GSX 1000 / GSX 1200 Pro

DACs bzw. Audio Verstärker existieren mittlerweile einige und es werden gefühlt täglich mehr. Mit dem GSX 1200 PRO bzw. GSX 1000 hat Sennheiser eine optisch sehr ansprechende Variante auf den Markt gebracht. In unserem Test klären wir, ob die Komponenten auch in Sachen Funktion punkten kann.Grundsätzlich unterscheiden sich die beiden genannten Varianten nur gering. Der GSX 1200 PRO bietet zusätzlich noch die Möglichkeit, mehrere Geräte per Chat Link zu verbinden und verzögerungsfrei untereinander zu kommunizieren. Dieses Feature konnten wir leider nicht testen, da wir „lediglich“ einen Audio Verstärker vorliegen hatten.

Ein detailliertes Unboxing findet ihr natürlich wieder auf unserem YouTube Kanal. Letztlich ist der Lieferumfang recht übersichtlich. Neben dem DAC selbst findet man in der Box noch zwei Kabel (USB, Chat) sowie eine Anleitung:

Anschließen -> Loslegen

Der GSX 1200 PRO kommt ohne zusätzliche Software daher. Nur für Firmware-Updates muss ein externes Tool verwendet werden.

Der Anschluss erfolgt über Micro-USB und dann lässt sich der Verstärker frei positionieren. Zur angenehmeren Nutzung kann der User die Peripherie sowohl flach auf den Tisch stellen bzw. legen und auch per integriertem Ständer einseitig aufbocken. Dazu klappt man jenen einfach wie bei einer Tastatur um. Auf der Rückseite des GSX 1200 PRO befinden sich neben dem genannten USB-Port auch noch alle übrigen Anschlüsse. Die beiden äußeren dienen dem Chat Link, also der Vernetzung, zwischen mehreren DACs und dann gibt es noch 3,5mm Klinke Ports für Headset, Mikrofon und Lautsprecher.

Chat Link

Das für eSports geeignete Link ist recht einfach hergestellt. Einfach das mitgelieferte Kabel einstecken und schon ist das Feature einsatzbereit. Zur Regelung der Lautstärke befinden sich kleine geriffelte Rädchen an den Seiten.

Schickes Bedienfeld

Ein silberner Aluminum-Ring umgibt das runde Touch-Display. Dieser dient der Lautstärkeregelung und lässt sich butterweich bedienen. Die vier Ecken ziert jeweils ein kleiner LED-Streifen. Mit jedem lässt sich ein Profil speichern und per Berührung aktivieren.

Ein ganz besonderes Feature ist der Näherungssensor am Display selbst. Nach ein paar Sekunden erkennt der User nur noch die mittig platzierte Lautstärke. Kommt man mit der Hand in die Nähe, blendet der GSX 1200 PRO wieder alle verfügbaren Settings ein. Diese erkennt man bei direkter Sonneneinstrahlung nicht mehr so gut, aber das sollte wohl eher zu vernachlässigen sein, denn beim Zocken sitzen die wenigsten Gamer im prallen Sonnenlicht.

GSX 1200 PRO 2

Überladenes Display?

Auf den ersten Blick wird der Käufer von der Vielzahl der Icons auf dem GSX 1200 PRO fast erschlagen. Wir raten jedem neuen User einen Blick auf die beigelegte Anleitung oder auf die online verfügbare Doku zu werfen. Nach ein paar Minuten Einlesen sind alle möglichen Einstellungen verstanden.

Ob Musik, Videospiel oder Film, ob 7.1 oder Stereo, Rundumklang oder Fokus von vorne: Alles möglich. Sennheiser beschreibt die verfügbaren Modi in seiner Anleitung wirklich nachvollziehbar. Die Möglichkeiten sind vielfältig.

Hat man für sich brauchbare Einstellungen gefunden, lassen sich diese ganz einfach in einer der Ecken bzw. den LEDs speichern. Dazu haltet ihr die gewünschte Taste einfach kurz gedrückt, bis euch der Speichervorgang per Sound bestätigt wird.

Im Einsatz

Beim täglichen Zocken und Streamen ist besonders zu erwähnen, dass der GSX 1200 PRO zwei Soundquellen (Win, Mac OS) zur Verfügung stellt. So lassen sich Voicechat und Gamesound getrennt regeln bzw. konfigurieren.

Ob Film, Musik oder Videospiel, für alle “Aktivitäten” bietet der DAC Einstellungen, um ein super Ergebnis zu erzielen. Klanglich siedeln wir den GSX 1200 PRO auf TOP-Niveau an: Ein entsprechend gutes Headset bzw. In-Ears vorausgesetzt. Ein DAC kann natürlich nicht zaubern und macht eure 10€-Kopfhörer nicht zu einem Klangwunder. Dennoch stellt sich auch dann merklich besserer Sound ein.

Das Kopfhörer- bzw. Lautsprechersymbol lässt wechselt zwischen den Ausgängen der hinteren beiden Ports. Rechts daneben befindet sich der Button für den Equalizer. Dieser wechselt zwischen vier voreingestellten Profilen. Das Symbol des Soundmode lässt zwischen 7.1 und Stereo wechseln.

GSX 1200 PRO 2

Fazit

Optik, Haptik und User Experience sind beim Sennheiser GSX 1200 PRO tadellos. Gerade der einfache Zugang zu den zunächst komplex wirkenden Settings ist genial gelöst. Hat man erst mal ein paar Minuten herumgespielt und sich eingelesen, kommt man sehr gut klar. Selbst ein schnelles Wechseln zwischen den verfügbaren Modi und Funktionen ist ziemlich flott realisiert.

Außerdem wirkt sich die Tatsache der fehlenden Software positiv aus. Da die Konfiguration leicht von der Hand geht, ist diese auch gar nicht nötig. Und dann kredenzt der GSX 1200 PRO Klang auf höchstem Niveau. Allerdings hatten wir auch nichts anderes von Sennheiser erwartet. Der DAC ist einfach ein Handschmeichler und die Funktion des Näherungssensors ein tolles Gimmick.

Wir hatten im Test lediglich vereinzelt Probleme, dass der GSX 1200 PRO nach dem Start von Windows nicht richtig gebootet hat. Das ist aber nach einem BIOS Update nicht mehr aufgetreten, sodass wir dafür keinen Minuspunkt verteilen. Achtet mal darauf, sollten da Probleme aufkommen. Unter Mac OS gab es keine Fehler.

Die zweite Kleinigkeit ist die Tatsache, dass alle Ports zum Anschließen der Peripherie auf der Rückseite liegen. So fehlen beim Nutzen eines Headsets per Kabel da schon ein paar cm, die bei uns teils entscheidend waren. Das hat die Konkurrenz etwas schicker gelöst und zumindest den Kopfhörerausgang an die Seite oder gar nach vorne, Richtung User, gebaut. Letztlich sind das aber eher Kritikpunkte, die mal genannt werden wollen, aber in der Gesamtnote nicht entscheidend sind.

Alles in allem hat Sennheiser mit seinem DAC abgeliefert und zu top Audio-Eigenschaften ein sehr ansprechendes Design gepackt. Der GSX 1200 PRO schneidet mit der Bestnote „meisterhaft“ ab!

Wertungsbox-Meisterhaft

2 Kommentare

  1. „Probleme, dass der GSX 1200 PRO nach dem Start von Windows nicht richtig gebootet hat. Das ist aber nach einem BIOS Update nicht mehr aufgetreten“

    Welches Mainboard wird hier benutzt? Welche Bios Version war vorher drauf, welches ist die neue die funktioniert? Ich habe das Gerät seit 9 Monaten, mehrere Bios Updates, aber der Sennheiser will einfach beim Booten nicht angehen, sodass ich immer das USB Kabel ab und dran machen muss.

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