Shadow

[Test] Shadow – Streaming-Dienst für Gamer

Viele Spieler schwören beim Zocken auf die Power eines starken Gaming-PCs, was aber ziemlich schnell recht teuer werden kann, möchte man auf dem aktuellen Technik-Stand sein. Der Streaming-Dienst Shadow möchte diese Kosten senken und ermöglicht es, aktuelle Spiele mit hohen Systemanforderungen auf jedem beliebigen Rechner, Mac, Tablet oder Smartphone zu spielen. Wir haben uns den neuen Streaming-Dienst genauer angesehen.

Shadow

Was ist Shadow überhaupt?
Seit September 2018 ist Shadow von Blade nun offiziell in Deutschland und der deutschsprachigen Schweiz verfügbar (Österreich folgt 2019) und man erhält bei Installation der Streaming-Software, die für alle entsprechenden Endgeräte als Download zur Verfügung steht, Zugriff auf einen neu aufgesetzten Windows-10-Rechner inklusive eigener, neuer Lizenz. Dieser muss dann auch erst neu eingerichtet werden, was aber sehr leicht von statten geht – eben so, als würde man zu Hause einen neu gekauften PC oder Laptop einschalten. Hat man dann die entsprechenden Programme auf seinem virtuellen PC installiert, kann man dort etwa mit Steam die neuesten Spiele in hoher Geschwindigkeit herunter laden und spielen oder ressourcen-fressende Anwendungen wie Bild- oder Videobearbeitungs-Software einsetzen. Man besitzt quasi einen neuen, Windows-10-Rechner, auf dem man tun und lassen kann, was man will – natürlich wie zu Hause auch, alles im legalen Rahmen. Der Einwahl-Client für Shadow gestaltet sich sehr komfortabel und übersichtlich und alle Optionen sind leicht zu finden. Praktisch ist hier der integrierte Speedtest, nach dem man den Shadow-Client dann direkt konfigurieren kann. Shadow verspricht, dass der Dienst für Verbindungen ab 15 Mbit/s verfügbar sei – das funktioniert auch, solange man sich die Internetleitung nicht mit einem anderen Gerät teilen muss.

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Welche Technik steckt dahinter?
Aktuell hat man Zugriff auf folgende technische Spezifikationen:

– Intel XEON-Prozessor
– eine Grafikkarte, die einer GTX 1080 gleicht
– 12 GB DDR4-RAM
– bis zu 1 GB/s Download-Geschwindigkeit
– bis zu 100 MB/s Upload-Geschwindigkeit
– 256 GB Speicherplatz, der gegen Aufpreis um 1 TB erweitert werden kann

Und dabei lautet Shadows Versprechen, dass der virtuelle PC immer auf dem aktuellen Stand der Technik sein wird, und alle High-End-Komponenten schnellstmöglich durch leistungsfähigere ersetzt werden.

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Und wie funktioniert das in der Praxis?
Die guten Erst-Eindrücke werden leider ein wenig getrübt, wenn man anfängt, zu spielen. Sicherlich durch die Stream-Technik bedingt, ist eine klitzekleine, aber teilweise leider doch spürbare Verzögerung der Eingaben festzustellen. Egal, ob Tastatur, Maus oder angeschlossener Controller – gerade bei Spielen, die eine schnelle Reaktion erfordern, kann die Streaming-Lösung aufgrund des Lags leider nicht mit einem starken, stationären Rechner mithalten. Die Verbindung selbst hingegen war während des gesamten Testzeitraums stabil und es gab keinen Grund zu Beanstandung oder gar Ausfälle.

Leider ist bei der Bildschärfe teilweise ein leicht verwaschenes Bild zu bemängeln. Dieser Effekt ist zwar auch nur minimal und beeinträchtigt das Spielerlebnis kaum, aber Grafik-Fetischisten und Anwender von Bildbearbeitungsprogrammen könnten sich eventuell daran stören. Um dies zu minimieren, sollte am virtuellen PC die gleiche Auflösung eingestellt werden wie beim zu Hause benutzten Endgerät.

Shadow

Was kostet das Ganze?
Das Jahres-Abo schlägt mit 29,95 € monatlich zu Buche, was einer Jahresmiete von knapp 360 € für den virtuellen PC entspricht.
Außerdem gibt es noch das 3-Monats-Abo für 34,95 € monatlich oder einen Monat für 44,95 €, falls man den Streaming-Dienst zunächst einmal selbst testen möchte.

Welche Hardware braucht man dafür?
Shadow empfiehlt, ein Gerät nicht älter als Baujahr 2012 zu verwenden. Benutzt man einen PC, benötigt man mindestens Windows 7 als Betriebssystem, einen Prozessor aus dem Jahr 2012, einen Nvidia-Grafikprozessor (GPU) oder eine AMD-GPU ebenfalls ab dem Baujahr 2012. Benutzt man macOS, benötigt man mindestens macOS 10.10 oder neuer, sowie einen iMac oder ein Macbook ab 2011.
Wer Shadow auf dem Smartphone nutzen will, benötigt mindestens Android 7.0 Nougat als Betriebssystem. Das Android-Smartphone sollte nicht älter als Modelljahr 2016.
Zur später erscheinenden iOS-App von Shadow gibt es noch keine Details.

Heute hat Blade außerdem seine Streaming-Box Shadow Ghost angekündigt, dazu haben wir bereits einen separaten Artikel veröffentlicht.

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FAZIT
Die Idee hinter Shadow ist großartig! Die Einrichtung ist kinderleicht und es sind bereits Clients für die meisten Endgeräte verfügbar. Einzig die minimale Eingabeverzögerung kann hier als Kritikpunkt aufgeführt werden. Für Besitzer älterer Hardware, die jetzt nicht gerade Hardcore-Gamer sind (diese haben aber eh ihre topaktuelle Rechenmaschine zu Hause stehen) ist Shadow dennoch eine günstige Alternative zur Anschaffung eines eigenen, aktuellen Rechners und allemal einen Blick wert. Und einen stets mit aktueller Hardware ausgestatteten PC für 360 Euro pro Jahr findet man sonst wohl nirgendwo.

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