Townsmen

[Review] Townsmen

Strategie- und Aufbauspiele sind auf der Nintendo Switch eher dünn besiedelt. Mit Townsmen, von den deutschen Entwicklern von HandyGames, kommt ein umfangreiches Aufbauspiel auf Nintendos tragbarer Konsole. Ob das Spiel was kann, klären wir im Test!

Kurze Story, langes Spiel

Die Geschichte dreht sich um einen ehemaligen Angestellten eines Königshofes. Nachdem dieser bezichtigt wird, dass er Gold von dem König gestohlen hat, macht sich unser Protagonist auf die Flucht. Der Neo-Regent nimmt ein beschauliches Plätzchen in Beschlag und beschließt sein eigenes Königreich zu gründen. Unterstützung bekommt er von seinem treuen Diener und einer alten Dame. Ob der Protagonist wirklich das Gold gestohlen hat oder aber etwas anderes dahinter steckt, wird im Laufe von sechs Tutorial Episoden klargestellt.

Man merkt sofort, dass bei Townsmen das Hauptaugenmerk auf die klassischen Aufbauszenarien gelegt wird, denn die Story ist zweitrangig. Es ist aber wirklich schon anzuschauen, dass das Tutorial sehr umfangreich ist. Es wird jede Facette des Gameplays genau betrachtet. Die sechs Episoden hören sich am Anfang wenig an, wenn man aber alle spielen möchte, ist man schon mehrere Stunden damit beschäftigt.

Eintönige Fanfaren und einfache Grafik

Betrachtet man die Welt rund um Townsmen, ist diese sehr einfach gehalten. Man erhält kein Grafikfeuerwerk wie bei anderen Vertretern des Genres. Mich hat diese Tatsache aber nicht gestört. Gerade durch die Einfachheit der Umgebung, fühlen sich neue Spieler nicht gleich überfordert.

Leider ist die Grafik nicht das einzige was sehr puristisch angehaucht ist. Die Musik ist eher langweilig und die Sprache der Bürger wirkt nach mehreren Stunden auch nervig.

Townsmen
Einfach und puristisch

Die Townies möchten glücklich sein

Ihr als Regent habt die Herrschaft über die Townies, eure Bürger und die wollen glücklich sein. So ist es eure Aufgabe, ein gut laufendes Königreich zu haben. Um mehr Bürger in die Stadt zu locken, müssen Wohnhäuser geschaffen werden. Ist dieses Grundbedürfnis gestillt, kann mit dem Ausbau des Königreiches begonnen werden. So gibt es von den Gebäuden alles was das Strategieherz begehrt. Eine Bäckerei wo Brot gebacken wird, Weinfelder wo Wein gelesen werden kann aber auch Kasernen wo eure Soldaten patrouillieren. Bevor das Gebäude gebaut wird, kann man sehr übersichtlich sehen, welche Rohstoffe benötigt werden. Sollte der Fall eintreten, dass ihr nicht genügend Rohstoffe zur Verfügung habt, wird das Bauwerk bis zu einem gewissen Punkt trotzdem gebaut. So ist es mir am Anfang passiert, dass ich wie wild Gebäude um Gebäude aufgestellt habe, aber keins fertig gebaut worden ist. Erst nach einer Zeit, habe ich die gelbe Unterlegung der Schrift im Bau-Menü erkannt. Hat man aber dieses System einmal verstanden, wirkt der Spielablauf sehr intuitiv. Nur die Dauer bis ein Gebäude aufgebaut worden ist hat mich gestört. Auch wenn man einen Button hat, wodurch die Zeit fünf Mal so schnell ist, fühlt sich jeder Bau wie eine Ewigkeit an. Hier hätte ein weiterer Vorspulbutton Abhilfe geschaffen.

Townsmen
Townies sind gar nicht glücklich, wenn es brennt!

Die Jahreszeiten und der fahrende Händler

Ein wichtiger Punkt in Townsmen sind die Jahreszeiten. Wie im richtigen Leben, kann nicht alles immer angebaut werden. So steht die komplette Feldproduktion still, wenn Winter ist. Hier müssen auf Ressourcen zurückgegriffen werden. Hat man aber keine, können beim örtlichen Händler, welche nachgekauft werden.

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Auch der Winter zieht bei den Townies ein

Der Händler ist Dreh- und Angelpunkt im Ressourcenmanagement in Townsmen. Habt ihr kein Geld? Ab zum Händler! Habt ihr zu viele oder zu wenige Ressourcen? Ab zum fahrenden Geschäftsmann. In dem Game kommt man sehr schnell in die Lage kein Geld zu haben. Hat man aber das Königreich weit vorangebracht, sind die Lager meist voll. Jedes Mal, wenn der Händler vorbeikommt, kann man bis zu 100 Sachen verkaufen. Dabei ist es vollkommen egal, welche Sachen man verkaufen möchte. Kommt der Geschäftsmann danach wieder, ändern sich die An- bzw. Verkaufspreise, je nachdem was vorher verkauft oder gekauft worden ist. Dieses Feature hat mir sehr gut gefallen, denn man verhindert dadurch, dass man mit einem Rohstoff sehr viel Geld generieren kann. Dadurch wird der Schwierigkeitsgrad sehr viel höher.

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Der Händler hat alles was das Herz begehrt

Der Umfang lässt sich sehen

Hat man die 6 Tutorial Kapitel abgeschlossen, wollen noch zwanzig weitere Szenarien und 24 Endlosspiele gezockt werden. In den Szenarien hat man meist vorgebaute Städte und muss bestimmte Aufgaben bewältigen. Jede unterscheidet sich voneinander und ist von simpel bis ziemlich fordernd.

Die Endlosspiele unterscheiden sich in der Kartengröße und der Häufigkeit der Banditenüberfälle. Durch die Hülle der Szenarien und Endlosspiele ist für jeden was dabei.

Fazit

Townsmen hat mich überzeugt! Am Anfang hat mich die Grafik und der Sound etwas abgeschreckt, nach einer Weile im Spiel habe ich diese Macken aber lieben gelernt. Ich konnte wirklich in die Welt der Townies versinken und mehrere Stunden Spielspaß damit haben. Auch weil die Steuerung auf der Switch sehr gut gelungen ist. Jeder Button eine Funktion die man auch wirklich benötigt. Mit einem Knopfdruck kann man sofort nachschauen welche Ereignisse passiert sind.

Der Umfang von dem Game ist wirklich gut gelungen, es ist für jeden was dabei. Da der Schwierigkeitsgrad von leicht bis wirklich fordernd geht, ist das Spiel für Neulinge und erfahrenen Gamer was. Jeder wird seinen Spaß damit haben.

Deswegen lasst euch von Townsmen überzeugen und seid auch der Regent eurer Townies!

Townsmen

7.4

Grafik

6.5/10

Sound

6.0/10

Gameplay

7.5/10

Umfang

8.5/10

Spielspaß

8.5/10

Pros

  • Umfangreiches Tutorial
  • Sowohl für den Neueinsteiger als auch Experten
  • Großer Umfang der Spielmodi
  • Steuerung sehr gut

Cons

  • Bauzeiten dauern zu lange
  • Grafik langweilig
  • Sound der Townies nervig
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